Freitag, 18.10.2019 10:51 Uhr

Göttinger Verkehrsbetriebe bleiben in Negativschlagzeilen

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 29.06.2019, 19:04 Uhr
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Witzig ist leider nur dieses Bild, nicht die Realität
Witzig ist leider nur dieses Bild, nicht die Realität  Bild: Stefan Bayer / www.pixelio.de

Göttingen [ENA] Seit sage und schreibe November 2018 gibt es in regelmäßigen Abständen bei den Busverkehrsbetrieben in Göttingen (GöVB) Ausfälle von Busfahrten im Innenstadtgebiet, angeblich wegen Busfahrern, die in Rente gehen, und einem exorbitantem Krankheitsstand.

Angeblich würde händeringend nach neuen Busfahrern gesucht. Inzwischen sind diverse neue Busfahrer im Dienst, das Drama mit den Fahrausfällen ist selbst nach 7 Monaten immer noch nicht vorbei, ich berichtete schon mehrfach darüber. Derzeit seien aktuell um die 50 Fahrer krank, viele schon längere Zeit, daher fallen alleine am heutigen Samstag und Montag über 100 Fahrten aus. Allen Ernstens verweist die Pressesprecherin der GöVB Frau Gallinat Mecke auf die Internetseite, man solle als Fahrgast sich einfach VOR FAHRTANTRITT informieren über mögliche Ausfälle. Wie sinnvoll, wenn ich Termine habe nützt es mir gar nichts, dann kurzfristig zu erfahren, das Busse entfallen.

Berufspendler freuen sich, wenn Sie morgens erfahren, Uups, mein Bus fährt nicht. Ganz tolle Idee. Und jetzt die Spitze: Seit gestern flattert den Abokunden von Jahreskarten eine Erhöhung des Fahrkartenpreises ins Haus, unter anderen als Begründung einer verbesserten Fahrsituation. Und wer jetzt schon ins Grübeln kommt, ich kann noch besser. Wie Sie auf meiner Webseite www.presse.en-a.eu nachlesen können, hat gerade vor wenigen Tagen die Piratenpartei der Stadt Göttingen unter Zustimmung der Parteien Die Grünen und GöLinke/ALG einen Vorschlag eingebracht, Samstags die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen zu können.

Wie dumm diese Idee in Wirklichkeit ist, merkt man jetzt umso mehr: Natürlich werden die Busse dadurch noch voller, und bei eingeschränktem Fahrverkehr wird die Situation nochmals verschärft. Nicht nur das. Die Abokunden sollen immer mehr bezahlen, weil die die Karten brauchen, die Studenten fahren faktisch gratis in Göttingen und dafür werden die Fahrten, die gerade für Abokunden wichtig sind, weil sich hier viele Rentner und Berufspendler befinden, immer wieder gekürzt oder fallen aus.

Selbst wenn der Samstag frei wäre, was zum Glück von den großen Parteien CDU / SPD aus logischen nachvollziehbaren Gründen abgelehnt wird und deshalb nicht durch kommt im Stadtrat, eine Senkung der Preise, wie man ja jetzt sieht, ist nicht geplant. Alle werden dann besser gestellt, nur die dummen Abokunden, das sind die Draufzahler. Das Verhalten der GöVB erinnert stark an ein abzulehnendes kundenfeindliches Verhalten von Telefontarifanbietern, bei denen Stammkunden auf Ihren alten Verträgen sitzen, die natürlich nicht automatisch auf bessere Tarife angepasst werden, wenn sich Tarife ändern, denn die zahlen ja in der Regel willenlos weiter.

Aufgrund dieser Vorkommnisse wird es in Kürze im Internet eine neu gegründete Community geben , die Mißstände rund um die GöVB behandelt und aufdeckt, Meinungsaustausch stattfinden und auch organisatorisches abgewickelt werden kann. GöVB, ein Drama ohne Ende.

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