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Ausstellung im Museum der Havelländischen Malerkolonie

Verantwortlicher Autor: Stefanie Bettinger Schwielowsee/Ferch, 17.04.2019, 14:17 Uhr
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Einladungskarte des Museums.
Einladungskarte des Museums.  Bild: © Museum der Havelländischen Malerkolonie

Schwielowsee/Ferch [ENA] Vom 20. April bis 15. Juli 2019 präsentiert das Museum der Havelländischen Malerkolonie in Schwielowsee die Ausstellung "Stadt—Land—Fluss". Gezeigt werden überwiegend Landschaftsmalereien im Stile des deutschen Impressionismus, darunter Bilder von Hans von Stegmann und Stein und Karl Hagemeister.

Das Wasser reflektiert das abendliche Sonnenlicht, grüne Gräser am Flussrand, violette Farbtöne am Ufer und in der Landschaft: So malte Hans von Stegmann und Stein (1858-1925) die "Landschaft an der Havel". Das Bild ist auf der Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung dargestellt, direkt neben der Stadtansicht "Bahnhof Friedrichstraße in Berlin" von Otto Antoine aus dem Jahre 1914. Beide Ölgemälde weisen auf das Sujet der Ausstellung hin: "Stadt—Land—Fluss“. „In der Ausstellung geht es um die Gemeinsamkeit von Malern der Havelländischen Malerkolonie und des Vereins Berliner Künstler (VBK)“, erklärt Dr. Sabine Meister, Kuratorin der Ausstellung in Ferch.

„Wir stellen die Frage: Wie sah der Austausch zwischen den Künstlern aus? Überwiegend zeigen wir impressionistische Landschaftsmalerei“, so die Kunsthistorikerin, „aber auch Gemälde aus den letzten Jahrzehnten. Das jüngste, von Hubert Globisch (1914-2004), ist aus dem Jahr 2000. Dazu zeigen wir eine Stadtlandschaft von Berlin, nämlich den Bahnhof Friedrichstraße als Sinnbild für die Fahrt aufs Land sowie Papierarbeiten aus den 1920er Jahren mit Caféhausszenen.“ Von den insgesamt 39 Exponaten sind fünf Bilder in der Ausstellung den Stadtmotiven zugeordnet. Sie sind von den Malern Magnus Zeller, Herbert Fiedler, Louis Lejeune (1877-1954) und Otto Antoine (1865-1951). Alle Maler waren Mitglied im VBK, dem ältesten deutschen Künstlerverein.

Karl Hagemeisters "Seerosen" von 1902 sind zu sehen.

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Künstlerkolonien überall in Europa anzutreffen. Zeitgleich gründeten sich Künstlervereine in den Städten und kulturellen Ballungszentren. So auch in Berlin. Der VBK hat sechs Werke der Ausstellung zur Verfügung gestellt. Das Museum der Havelländischen Malerkolonie präsentiert insgesamt Werke von 29 Malern, unter ihnen Philipp Franck (1866-1944) mit "Badende Jungen", Siegward Sprotte (1913-2004) mit einem Bild von 1985 und der Begründer der Havelländischen Malerkolonie, Karl Hagemeister (1848-1933). Von ihm ist ein großformatiges Seerosenbild von 1902 zu sehen, eine Leihgabe des Bröhan-Museums, Berlin.

Die Künstler der Havelländischen Malerkolonie suchten auf dem Land die Natur und die Schönheit dieser Gegend, um sich ihrem künstlerischen Schwerpunkt, der Landschaftsmalerei, zu widmen. Licht, Luft, Sonne, das Wasser der Seen und der Havel, Wolkenspiele, Dörfer, Brücken, Bäume, Boote, verträumte Orte, Winterlandschaften muten wie ein Gegenkonzept zum turbulenten Treiben der Hauptstadt an.

Ausstellungseröffnung: "Stadt–Land–Fluss. Künstleraustausch: Malerkollegen des Vereins Berliner Künstler an der Havel." im Museum der Havelländischen Malerkolonie in Ferch am 20. April 2019 um 11 Uhr. Künstler des Vereins Berliner Künstler werden anwesend sein. Kuratorin: Dr. Sabine Meister, Berlin. Anschrift: Museum der Havelländischen Malerkolonie, Beelitzer Str. 1 / Ecke Dorfstraße 14548 Schwielowsee / OT Ferch Telefon: 033209 – 21025. Öffnungszeiten: April: Samstag und Sonntag sowie Ostermontag 11-17 Uhr; Mai-Oktober: Mittwoch bis Sonntag 11-17 Uhr sowie nach Vereinbarung (für Gruppen). www.havellaendische-malerkolonie.de.

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